Tesla in Brandenburg

Aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in der deutsch-amerikanischen Wirtschaf Der US-amerikanische Elektroautobauer Tesla kann nach dem neuesten Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Berlin-Brandenburg mit der Rodung des Geländes für seine erste europäische Fabrik fortfahren.
Zuvor hatten zwei Umweltverbände, die Grüne Liga Brandenburg und der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern, gegen die vorzeitige Zulassung der Rodung durch das Brandenburger Landesumweltamt geklagt, da so vollendete Tatsachen geschaffen würden, obwohl die komplette Genehmigung für den Bau noch ausstehe. Nach zwischenzeitlicher Untersagung der Rodung hat Tesla nun auch diese Hürde auf dem Weg zum Bau der Fabrik genommen.
Insbesondere Wirtschaft und Politik, die das Großprojekt als wichtiges Signal für Zukunftstechnologien und eine klimafreundliche und CO2-neutrale Autoindustrie in Deutschland loben, bewerten das Urteil weithin positiv. Nach Angaben von Tesla würden in der Anfangsphase bis zu 12.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Mit dem Bau der Fabrik könnten ab 2021 rund 500.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr in Grünheide gebaut werden.

Bayer: Nachwirkungen der Monsanto-Übernahme – Glyphosat-Klagen

Im Zuge der Klagen in Kalifornien gegen den Bayer-Konzern wegen angeblicher Krebsrisiken durch Monsanto-Produkte, insbesondere den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup, hat Bayer nun Berufung gegen das dritte “Glyphosat-Urteil” eingelegt.

Bayer war im Mai 2019 zu Schadensersatzzahlungen und Strafen in Milliardenhöhe verurteilt worden, bevor dieser Betrag auf knapp 87 Millionen US-Dollar reduziert worden war.
Nach der Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto 2018 war der Konzern mit knapp 42.700 Klägern konfrontiert. Neben den Berufungsverfahren versucht Bayer nun durch mögliche Vergleiche weiteren Urteilen zuvorzukommen. Auch die Kosten hierfür dürften jedoch in die Milliarden gehen.

By Johannes Rossi, Law Clerk at BridgehouseLaw LLP
Post :March 1, 2020